Kann sich noch jemand an die große Zeit der Elendsviertel-Brüller erinnern? Ende der 1970er, Angang der 1980er Jahre? Die Rap- und Hip-Hop-Welle schwappte über den Atlantik, Bands wie die Sugarhill-Gang, Grandmaster Flash & The Furious Five oder Run D.M.C belebten die Musiklandschaft nicht nur hierzulande enorm.

Wie? Kennen Sie nicht? Was jetzt? Die bösen Buben mit dem fetten Groove oder Elendsviertel-Brüller? Mein Gott! Da versucht man ein Mal, der Muttersprache mehr Raum zu lassen und dann wissen nur ein paar Leute bescheid! „Ghetto-Blaster“ nannte man die großen, sperrigen, tragbaren Kisten mit eingebautem Radio, Tapedeck und CD-Player.

Lässig auf der Schulter

Dass sie ordentlich „dröhnen“ – also „blasten“ – konnten, ließ sich vor allem wegen der überdimensioniert großen eingebauten Lautsprecher an der Gehäusefront erahnen. So richtig cool rüber kam der Ghetto-Blaster nicht, wenn er in der Ecke stand und brüllte, sondern wenn ihn ein finster drein schauender, möglichst über 180 Zentimeter großer Homeboy lässig auf der Schulter transportierte.

Der Walkman von Sony kam erst später. Zierliche, kleine Menschen liefen Gefahr, beim „Abhängen“ mit dem Ghetto-Blaster „Rücken“ zu bekommen. Würde sich heutzutage ein Jugendlicher anschicken, ein riesiges Elektrogerät auf damals „hippe“ Art und Weise zu transportieren,wäre nicht ganz ausgeschlossen, dass er von staatlichen Häschern eingefangen und fachärztlicher Behandlung zugeführt würde

Teufel und der pfiffige Chef

„Hip“ sein bedeutet heute Stöpsel bzw. Kopfhörer in oder auf den Lauschern. Dennoch feierte Teufel mit einer Art Neuauflage des Ghetto-Blasters – einem portablen Bluetooth-Lautsprecher – große Erfolge. 275 Kunden bewerteten den Boomster nach Hersteller-Angaben im Schnitt 4,43 von fünf möglichen Punkten. Über 91 Prozent bedachten das Stereo-Bluetooth-Radio mit 4 oder 5 Sternen.

„Natürlich freuen wir uns über so viel Lob“, erklärt General Marketing Manager Sebastian Drawert. „Das heißt für uns aber keinesfalls, dass wir uns auf den Lorbeeren ausruhen. Im Gegenteil: Trotz der guten Bewertungen haben wir die Wünsche unserer Fans beherzigt und das Produkt konsequent verbessert.“

Teufel und der Ur-Boomster

Knapp drei Jahre nach dem „Ur-Boomster“ präsentieren die Berliner Diabolos nun den in vielen Punkten verbesserten Nachfolger. Der Boomster des Jahres 2017 empfängt zusätzlich zu UKW-Sendern auch Digitalradio via DAB+.

Das neue Display erleichtert die Sendersuche und zeigt weitere hilfreiche Informationen wie Akkustand, Bass und Lautstärke. Die bisherige Wurfantenne wurde durch eine Teleskopantenne für besten Empfang ersetzt. Zu guter Letzt sorgt der ergonomische Griff für mehr Tragekomfort.

Bassgewaltig und sehr ausdauernd

Ganz nach Lust und Laune seines Besitzers spielt der Boomster analoges und digitales Radio oder Musik vom Handy oder Streaming-Diensten via Bluetooth. Logisch, denn wer braucht heute noch Cassettendeck und CD-Player?

Mit je zwei Hoch- und Mitteltönern sowie einem 90-Millimeter-Subwoofer sorgt der kleine Teufel für satten, ausgewogenen Klang. Bis zu zehn Stunden Spieldauer hält der Akku tapfer durch. Dank optionalem Batteriebetrieb kann die Party selbst nach seiner totalen Erschöpfung weitergehen.

Display und Fernbedienung

Wenn das Handy nicht mithalten kann, frischt es seinen Akku über den integrierten Ladeanschluss am Boomster auf, selbstverständlich spielt dieser auch gern über das mitgelieferte Netzteil am Stromnetz. Ein herzallerliebstes Geben und Nehmen ist das.

Das neue Display sitzt hinter dem Frontgitter verborgen und erleichtert die Sendersuche sowohl für analoge als auch digitale Radiostationen. Zusätzlich werden Lautstärke, Bass-Einstellung, gewählter Eingang sowie Akkuladestand angezeigt. Die Puck-Control-Fernbedienung  steuert Lautstärke und Eingangswahl und ist für 39,99 Euro als Zubehör erhältlich.

50 Euro für die ersten Tausend

Der Boomster wird ab sofort bei Teufel zum Preis von 349,99 Euro angeboten. Die ersten tausend Vorbesteller erhalten einen Rabatt in Höhe von 50 Euro. Die Auslieferung erfolgt voraussichtlich ab Anfang November 2017.

 

Alle Fakten in Kürze:

  • verbesserter Nachfolger des Stereo-Bluetooth-Radios mit Downfire-Subwoofer
  • 3-Wege-System: 2 Hoch-, 2 Mitteltöner + Subwoofer
  • Bluetooth 4.0 mit apt-X® & NFC für kabellose Übertragung in CD-Qualität
  • DAB+ und FM-RDS-Radio mit vier Stationstasten und Autosuchfunktion
  • Integrierte Freisprecheinrichtung für Hands-free-Telefonate
  • Hochkapazitiver Lithium-Ionen-Akku für Laufzeiten bis zu 10 Stunden
  • Akku gegen 8 AA-Batterien tauschbar für bis zu 6 Stunden Spieldauer
  • AUX-Audioeingang
  • USB-Ladebuchse