Absolut betrachtet, empfangen nach Angaben der „Deutschen TV-Plattform“ 20,2 Millionen deutsche Haushalte HD Fernsehen, 7,5 Millionen auch die privaten HDTV-Programmangebote. Zugleich bescheinigt die Organisation „die Medienanstalten“ Ultra HD ein hohes Erfolgspotential. Erstmals hätten in diesem Jahr über die Hälfte der befragten Personen über 14 Jahre beim Digitalisierungsbericht angegeben, schon einmal von Ultra HD bzw. 4K gehört zu haben.

Nach wie vor sei jedoch der Anteil der Fernsehzuschauer, die (wissentlich) über ein Ultra HD fähiges TV Gerät verfügen, mit 3,7 Prozent noch gering. Allerdings ist Ultra HD mittlerweile einer der Hauptgründe bei den Motiven für die Neuanschaffung eines TV Gerätes: Rund 12 Prozent der über 14-jährigen favorisieren UHD eindeutig.

Klassisches Fernsehen vs. Video-On-Demand

„Mit 71 Prozent der Bewegtbildnutzung“, so schreibt Presse-Sprecherin Stefanie Reger von der Organisation „die Medienanstalten“, „liegt das klassische Fernsehen bei der deutschen Bevölkerung nach wie vor klar vorne. Ein Grund dafür ist HDTV. Mittlerweile empfangen mit 53 Prozent über die Hälfte der TV-Haushalte hochauflösendes Fernsehen, ein Plus von 5 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Die privaten HD-Programme fallen mit einem Anstieg um lediglich einen Prozentpunkt in der Entwicklung im Bereich HD deutlich zurück“.

Die aktuellen Ergebnisse der von TNS Infratest durchgeführten Studie belegen aber auch, dass das Fernsehen nicht in allen Bevölkerungsgruppen unangefochtener Spitzenreiter ist. In den jüngeren Zielgruppen der 14 bis 19- und 20 bis 29-Jährigen entfällt weniger als die Hälfte des Bewegtbildkonsums auf das klassische Fernsehen. In diesen Altersgruppen liegt Video-On-Demand mit 41 bzw. 34 Prozent bereits auf Augenhöhe mit der TV-Nutzung.

Schwindendes Interesse an Mediatheken der Privat-Sender

YouTube und die Mediatheken dominieren die Video-on-Demand-Nachfrage. Sowohl das Videoportal als auch die Abrufangebote der TV-Sender werden aktuell bereits von rund 26 Prozent der Personen über 14 Jahren genutzt. Auch hier fallen die Mediatheken der Privaten mit 13,4 Prozent Nutzeranteil in der Bevölkerung zurück. Im Vergleich zum Vorjahr ging das Interesse an diesen Mediatheken unter den regelmäßigen VoD-Nutzern sogar um 19 Prozent zurück.

Deutlich auf dem Vormarsch hingegen sind die Onlinevideotheken wie Amazon Video und Netflix. Bereits ein Fünftel der Deutschen nutzt diese Angebote, in der Altersgruppe der 14-29-Jährigen mit 46,4 Prozent bereits fast die Hälfte. Der Erhebung von TNS Infratest zufolge konnte Amazon Video die Zahl seiner regelmäßigen Nutzer im Jahresvergleich um rund 50 Prozent steigern, Netflix sogar um 150 Prozent.

DELASOCIAL: „Jedes vierte verkaufte TV-Gerät ein Ultra-HD“

Die Nutzer von Onlinevideotheken schauen deutlich weniger klassisches Fernsehen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Das trifft vor allem auf Netflix-Nutzer zu, bei denen die Fernsehnutzung lediglich noch knapp ein Drittel der gesamten Bewegtbildnutzung ausmacht.

DELASOCIAL, die nach eigenen Angaben größte Social-Media-Agentur Deutschlands, verkündete jüngst beinahe euphorisch, dass im Jahr 2016 bereits jedes vierte verkaufte TV-Gerät in Deutschland mit „Ultra HD, dem Standard der Zukunft“ ausgestattet ist und in fast jedem zehnten deutschen Haushalt ein 4K-TV läuft. Damit sei, so DELASOCIAL, „4K UHD schon jetzt erfolgreicher und etablierter als HD bei seiner Einführung vor rund zehn Jahren“. Auch auf dem 4K UHD-Blu-ray-Markt tue sich einiges: Insgesamt würden die großen Filmstudios in den nächsten Monaten über 100 neue Titel auf UHD Blu-ray veröffentlichen (wir berichteten bereits ausführlich). 

Hits für den Gabentisch seien der Action-Hammer „Jason Bourne“, das Weltall-Abenteuer „Star Trek Beyond“, Ang Lees tiefgründiger Film „Life of Pi“, die Heldentaten des Antihelden-Teams „Suicide Squad“ und der Animationsfilm „Pets“. Dass Ultra HD schärfer, dynamischer, bunter und authentischer als Full-HD ist, dürfte sich herumgesprochen haben.

Stark bejubelt aber oft vergessen

Die stark bejubelte „verbesserte Feinabstimmung der Klangfarben“ sowie eine „exakte räumliche Aufteilung“ revolutionierten die bisherigen Audiostandards und sorgten für ein nie dagewesenes Home Entertainment-Erlebnis. Die Soundformate Dolby Atmos, DTS:X und Auro 3D ermöglichten es, individuelle dynamische Signale einzelnen Lautsprechern zuzuordnen, um dem 3D-Effekt und der akustischen Umgebung neue Tiefe für ein beeindruckend realitätsnahes Sounderlebnis zu geben.

Dass diesbezüglich längst nicht jedes Filmstudio seine „Hausaufgaben“ gemacht hat, wurde bei uns, Ultra HDTV.net, erst vor kurzem angeprangert.