Viele HiFi-Komponenten, Heimkino-Receiver und Wireless Audio Systeme aus dem aktuellen Produktportfolio der Marken Pioneer, Onkyo und Sony sind mit der integrierten Chromecast-Technologie ausgestattet – und damit kompatibel mit Googles neuem Assistenten „Google Home“, der – nach Herstellerangaben – „eine Menge Komfort mit sich bringt“.

In der Welt kritischer Tester, die das System bereits auf Herz und Nieren prüften, stellt diese vollmundige Behauptung beinahe einen Stein des Anstoßes, wenn nicht gar einen Affront gegen Amazon Echo dar. Denn im direkten Vergleich der Leistungen, so heißt es mehrheitlich, hinkt Google noch etwas hinterher.

Preislich auf Augenhöhe

Preislich schenken sich die Konkurrenten fast nichts. Für den Amazon-Echo werden etwa 130, für den Newcomer Google-Home circa 150 Euro fällig. Vom Design her ähnelt der Neuzugang unterschiedlichen Beschreibungen von Testredakteuren zufolge sowohl alten DDR-Salzstreuern als auch modernen Lufterfrischern, wird definitiv aber als „unauffällig“ bezeichnet.

„Der größte Unterschied aber ist der, was Google Home im Gegensatz zu Amazon Echo an Informationen ausspuckt. Immerhin kann Google auf die komplette Palette der eigenen Dienste und die unendlich großen Datenmengen seiner Suchmaschine zurückgreifen. Das Gerät kann beantworten, wann bestimmte Unternehmen gegründet wurden, wie oft einzelne Prominente verheiratet waren oder woraus Luft besteht“, schreibt Dennis Horn von WDR-Digitalistan.

Google Home vs. Amazon Echo

„Nach den ersten 24 Stunden mit dem Gerät wirkt Google Home für mich höchstens wie ein leicht besserer Amazon Echo: Es sieht besser aus, spuckt mir mehr und bessere Informationen aus und steuert das Smarthome etwas zuverlässiger. An anderen Stellen, die ich am Amazon-Lautsprecher lieb gewonnen habe, hakt es dagegen – vor allem bei der Musikwiedergabe. Wer also schon dafür bezahlt hat, sich mit Alexa unterhalten zu dürfen, darf das beruhigt weiter tun: Der Amazon Echo ist weiter auf der Höhe der Zeit“, verdeutlicht der Experte für Digitalthemen in der ARD.

„Per Spracheingabe kontrollierbare Lautsprechersysteme erfreuen sich in den USA bereits größter Beliebtheit – eine ähnliche Entwicklung ist auch hierzulande absehbar. Keine Überraschung für die Pioneer & Onkyo Europe GmbH, die ihre aktuellen, netzwerkfähigen Produkte im Bereich HiFi und Heimkino bereits seit zwei Generationen mit der integrierten Chromecast-Technologie ausstattet. Aktuell lassen sich daher bereits über 50 Komponenten über Google Home steuern und/oder zu einem Multiroom-System verbinden“, erklärt Jürgen Timm, PR- & Product Manager der Pioneer & Onkyo Europe GmbH.

„Ok Google“ – und los geht´s

Mithilfe von Google Home lässt sich nicht nur Musik von Googles eigenem Streaming-Dienst „Google Play Musik“ abrufen, sondern auch von Spotify, Deezer und der Internetradio-Plattform TuneIn. Der smarte Lautsprecher hört auf das Stichwort „Ok Google“ und spielt dann auf Zuruf ein ausgewähltes Album, einen bestimmten Song oder Interpreten ab.

Notwendige Voraussetzungen für das Zusammenspiel mit kompatiblen Geräten ist ein WLAN-Netz, eine Steckdose und die „Google Home“-App auf einem Android- oder iOS-Gerät. So sagt der Google Home-Nutzer beispielsweise „OK Google, spiel Workout-Musik“ oder fordert den Sprachassistenten auf, die bevorzugte Musikdienst-Playlist wiederzugeben.

Lauter, leiser, Start, Stopp

Mit Anweisungen wie „OK Google, leiser/lauter, abspielen, anhalten, überspringen“ etc. lässt sich die Musikwiedergabe mühelos steuern. Und auf die Frage „OK Google, welcher Song läuft?“ liefert der Google Assistant in Google Home die Antwort.

„Wer Audio-Produkte von Sony besitzt, die mit Google Home kompatibel sind, kann seine Musik in bester Klangqualität genießen und mit der eigenen Stimme steuern. Die neue Funktionalität ist ab sofort für kabellose Lautsprecher und andere Home-Audio-Geräte von Sony mit integriertem Chromecast verfügbar, die die Konsumenten bereits gekauft haben oder demnächst kaufen möchten“, erklärt Richard Palk, Head of Video & Sound Product Marketing and Product Planning, Sony Europe.

Wer spielt mit?

Nachfolgend die mit Google Home kompatiblen Geräte der Hersteller:

 

Onkyo

  • Generation 2016:
  • PR-RZ5100, TX-RZ3100, TX-RZ1100, TX-RZ810, TX-RZ710, TX-NR656, TX-NR555,  TX-L50, TX-L20D, LS7200, LS5200, HT-S7805, NS-6170, NS-6130, CS-N1075 und R-N855.
  • Generation 2017:
  • HT-S9800THX, TX-RZ820, TX-RZ720, TX-NR-676E, TX-NR575E, TX-NR474, TX-8270 und NCP-302.

Pioneer

  • Generation 2016:
  • Mehrkanal-Receiver SC-LX901, SC-LX801, SC-LX701, SC-LX501, VSX-1131, VSX-831
  • Slimline-Receiver VSX-S520D und VSX-S520
  • Pure Audio Receiver SX-S30DAB
  • Pure Audio Netzwerkspieler N-30AE
  • Pure Audio Netzwerk Center NC-50DAB und XC-HM86D
  • HiFi Micro-Systeme X-HM86D, X-HM86, X-HM76
  • FAYOLA Wireless Music Systeme FS-W50 und FS-W40
  • Wireless Multi-Room Lautsprecher MRX-5 und MRX-3
  • Generation 2017:
  • Mehrkanal-Receiver VSX-LX302, VSX-932, VSX-832
  • Pure Audio Netzwerkspieler N-70AE und N-50AE

Sony

  • die Soundbars HT-ST9, HT-ST5000, HT-NT5, HT-NT3, HT-CT790, HT-CT800, HT-RT5, HT-RTZ7, HT-MT500, HT-XT3 und HT-XT2
  • die AV-Receiver STR-DN1080, STR-DN1070, STR-DN1060 und STR-DN860
  • die kabellosen Lautsprecher SRS-X99, SRS-X88, SRS-X77, SRS-ZR7, SRS-ZR5 und SRS-HG1
  • die Hi-Fi-Systeme CMT-SX7, CMT-SX7B
    Sämtliche genannte Firmen stellen auf der IFA Berlin vom 1. bis 6. September auch ganz neue kompatible Modelle vor.