Elac ist als ebenso bodenständiger wie auch „hochpreisiger“ Hersteller von Lautsprechern in Deutschland seit nunmehr 90 Jahren bekannt. Billig ist ein Adjektiv, das gar nicht zu den Produkten der in Kiel angesiedelten Firma passt.

Rein optisch lassen edle Hochglanzlackierungen, perfekte Gehäusequalität und Hightech-Treiber „Made in Germany“ auch Laien erahnen, dass es halt immer etwas teurer ist, einen besonderen Geschmack zu haben. Dennoch folgten die von vielen bravourösen Testurteilen verwöhnten Hersteller dem allgemein anhaltenden Trend, so etwas Ähnliches wie ein „Einsteiger-Set“ für Heimkino- oder Raumklang-Fans in ihr Repertoire aufzunehmen und präsentieren nicht ohne Stolz die Debut-Linie.

„Lautsprecher-Papst“ als Entwickler

Der erfahrene und gleichfalls sehr erfolgreiche Lautsprecher-Entwickler Andrew Jones, der bereits bei TAD, Pioneer, Infinity und KEF segensreich wirkte, lieferte sozusagen seinen Einstand ab – und jetzt kann man für 1930 Euro ein komplettes 5.1-Set inklusive aktivem Subwoofer erwerben.

Für Hochglanz und ähnlichen Schnickschnack reichte das avisierte Budget zwar nicht aus, doch wirkt die Elac Debut Linie auch in schwarzer, gebürsteter Dekofolie recht edel und dennoch robust. Die Standlautsprecher F5 sind 96 Zentimeter hoch und wirken besonders schlank, weil sie auf gummierten Füßen thronen.

Gleiche Membranen für homogenes Klangbild

Den Job der Surroundboxen übernehmen die kompakten Regallautsprecher B5, der Center trägt die Bezeichnung C5, der Brummtopf mit einem 210-Millimeter-Treiber nebst gleichgroßer Passivmembran auf der Gehäuse-Unterseite tanzt mit dem „Namen“ S10EQ ein wenig aus der Reihe.

Sämtliche Tief- und Mitteltöner machen sich über 110-Millimeter-Membranen aus aramidfaserverstärktem Material bemerkbar, für die hohen Frequenzen sind 25-Millimeter-Kalotten verantwortlich – dadurch entsteht nach Hersteller-Angaben ein besonders homogenes Klangbild.

Kostenlose App für die Kalibrierung

Der Subwoofer wird von einem analogen Class-A/B-Verstärker und einem digital geregeltem Netzteil mit 400 Watt Leistung zum Leben erweckt. Statt mit Knöpfchen und Reglern werden sämtliche Einstellungen über eine kostenlose Smartphone-App von Elac vorgenommen.

Die Mess-Software nimmt sogar eine akustische Kalibrierung des Tieftöners an seinem neuen Arbeitsplatz vor. Im HiFi-Lautsprecher Test-Jahrbuch 2017 heißt es, dass das Debut-Set mit seiner technisch hochwertigen und gut durchdachten Chassisbestückung sowohl messtechnisch als auch klanglich ein überzeugendes Ergebnis liefert.

Ausbaufähig für Dolby-Atmos

Fazit: „Für Elac-Ansprüche durchaus preiswert, liegt das neue Debut-Set klanglich nahezu auf Augenhöhe mit den klassischen, bestens bewährten Elac-Produkten“. Ausbaufähig ist es übrigens ebenfalls! Wer einen Dolby-Atmos-Verstärker oder Receiver besitzt, kann für knapp 300 Euro zwei auf das Debut-Set abgestimmte Dolby-Atmos-Lautsprecher „A4“ (ganz vorne links im Bild) zukaufen.